COVID-19 in Armenien


Auch Armenien blieb von der aktuellen weltweiten Coronavirus-Pandemie nicht verschont. Mitte März waren die ersten Fälle von COVID-19 bei Rückkehrern aus dem Iran festgestellt worden, kurz darauf kamen weitere mit dem Virus infizierte Personen aus Italien ins Land. Am 16. März wurden die Grenzen zum Iran und zu Georgien geschlossen. Der Notstand wurde verhängt. Am 24. März folgte eine einwöchige Ausgangssperre, die zusammen mit verschiedenen anderen Maßnahmen regelmäßig verlängert wurde. Gleichzeitig wurde die Einreise von Reisenden aus dutzenden Ländern, darunter Deutschland, verboten. Eine Lockerung dieser Maßnahmen erfolgte am 4. Mai durch Vize-Premierminister Tigran Avinayan.

 

Die Einreisesperre für Ausländer wurde am 12. August aufgehoben, allerdings ist eine 14-tägige Quarantäne für ankommende Reisende verpflichtend. Diese kann frühzeitig beendet werden, wenn vor Ort ein PCR-Test durchgeführt wird und das Ergebnis negativ ist. Die Bekanntgabe des Ergebnisses kann jedoch Tage in Anspruch nehmen, weshalb die Zeit für touristische Reisen nach Armenien noch nicht günstig ist. Armenien gilt nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) seit dem 15. Juni als Risikogebiet. Vor Reisen nach Armenien wird deshalb auch vonseiten des Auswärtigen Amtes gewarnt.

Verschiedene Tests im Angebot (Flughafen Jerewan, Nov. 2020)
Verschiedene Tests im Angebot (Flughafen Jerewan, Nov. 2020)

Ende November waren in Armenien knapp 134.000 COVID-19-Fälle bekannt geworden. Ein starker Anstieg war während des Bergkarabach-Krieges (September bis November) verzeichnet worden. Mehr als 2.100 Menschen, bei denen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden war, waren zu diesem Zeitpunkt erlegen. (Für die aktuellsten Zahlen besuchen Sie bitte die Seite der Johns Hopkins University oder Worldometer.)

 

Eine gute Quelle (englisch) für die aktuelle Situation in Armenien ist EVN Report (englisch).