COVID-19 in Armenien


Auch Armenien blieb von der aktuellen weltweiten Coronavirus-Pandemie nicht verschont. Mitte März waren die ersten Fälle von COVID-19 bei Rückkehrern aus dem Iran festgestellt worden, kurz darauf kamen weitere mit dem Virus infizierte Personen aus Italien ins Land. Seit dem 16. März sind die Grenzen zum Iran und zu Georgien geschlossen. Der Notstand wurde verhängt. Am 24. März folgte eine einwöchige Ausgangssperre, die zusammen mit verschiedenen anderen Maßnahmen regelmäßig verlängert wurde. Gleichzeitig wurde die Einreise von Reisenden aus dutzenden Ländern, darunter Deutschland, verboten. Eine Lockerung dieser Maßnahmen erfolgte am 4. Mai durch Vize-Premierminister Tigran Avinayan.

Ende Mai waren in Armenien knapp 9.000 COVID-19-Fälle bekannt. Mindestens 127 Menschen waren der Krankheit zu diesem Zeitpunkt erlegen. (Für die aktuellsten Zahlen besuchen Sie bitte die Seite der Johns Hopkins University.)

 

Für Menschen, die sich momentan in Armenien aufhalten, gelten folgende Regeln:

Bewegungsfreiheit und öffentlicher Nahverkehr (gültig seit 04.05.2020)

  • Alle Bewegungseinschränkungen der Bevölkerung sind aufgehoben; ein Formular ist nicht mehr nötig;
  • Der öffentliche Nahverkehr steht weiterhin still [Update: Seit dem 18. Mai hat der öffentliche Nahverkehr seinen Betrieb wieder aufgenommen.];
  • Einschränkungen des interregionalen Transports wurden bereits eine Woche zuvor aufgehoben, stattdessen können einzelne Kommunen je nach Ausbreitung des Virus unter Quarantäne gestellt werden.

 

Wirtschaft und Geschäftsleben

 

Zusätzlich zu den bisher schon aufgehobenen Beschränkungen werden die Maßnahmen auch in folgenden Bereichen gelockert:

  • Textil-, Schuh-, Möbel- und Druckindustrie;
  • Fertigstellung von Bauprojekten;
  • Großhandel und Verkauf, nicht aber Einkaufszentren und Märkte (außer Speisen, landwirtschaftliche Märkte und Apotheken in Einkaufszentren oder auf Märkten);
  • Cafés, Restaurants und Kneipen im Freien;
  • Informations- und Kommunikationssektor;
  • Zoos, botanische Gärten und Naturreservate;
  • Sportclubs und Sportanlagen (ausschließlich für professionelle Sportler);
  • Dienstleistungen wie Waschservices, Friseur- und Beautysalons.

 

Der stellvertretende Ministerpräsident Tigran Avinayan bemerkte, dass die Regeln je nach Entwicklung der Pandemie wieder ändern können.

 

 

Quelle: EVN Report